{"id":2603,"date":"2026-03-03T18:37:21","date_gmt":"2026-03-03T16:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/?p=2603"},"modified":"2026-03-10T17:22:24","modified_gmt":"2026-03-10T15:22:24","slug":"new-architecture","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/?p=2603","title":{"rendered":"New Architecture"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Professur Entwerfen und Stadt (Architektur der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar) freut sich, im Namen und in Zusammenarbeit mit der Johannes-G\u00f6deritz-Stiftung, die Organisation und Durchf\u00fchrung des Johannes-G\u00f6deritz-Preises 2026 zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>An dem ausgelobten Wettbewerb beteiligen sich neben unserem Lehrstuhl, das Institut f\u00fcr St\u00e4dtebau und Entwurfsmethodik von Professor Uwe Brederlau der TU Braunschweig, die Universit\u00e4tsprofessur f\u00fcr St\u00e4dtebauliches Entwerfen von Professor Andreas Quednau, der Leibniz Universit\u00e4t Hannover und das Lehrgebiet Entwerfen und Bauen im Bestand von Professor Sebastian Multerer zusammen mit dem Lehrgebiet St\u00e4dtebau und Entwerfen von Professor Johannes Kappler.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1978 beschlossen ehemalige Sch\u00fcler*innen und langj\u00e4hrige Mitarbeitende, angeregt durch eine Idee von Ernst-Martin Winterstein, anl\u00e4sslich des 90. Geburtstages des international anerkannten Hochschullehrers Gustav Ludwig G\u00f6deritz dessen Wirken und Pers\u00f6nlichkeit durch die Gr\u00fcndung einer Stiftung zu w\u00fcrdigen. Die Stiftung vergibt allj\u00e4hrlich Preise zur F\u00f6rderung studentischer und wissenschaftlicher Arbeiten im Bereich St\u00e4dtebau. Zu diesem Zweck wird ein Wettbewerb mit einem Thema ausgelobt.<\/p>\n\n\n\n<p>2026 wollen wir uns mit Neuperlach, einem Erbe der Sp\u00e4tmoderne auseinandersetzen. Neuperlach wurde komplett nach den Ideen der Generation G\u00f6deritz entworfen. Der Stadtteil entspricht im Wesentlichen den Vorstellungen der Charta von Athen und der Studie \u201eDie gegliederte und aufgelockerte Stadt\u201c von G\u00f6deritz, Rainer und Hoffmann, eine von Stadtautobahnen erschlossene, in Funktionsbereiche getrennte, gr\u00fcne Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile ist der Stadtteil \u00fcber 50 Jahre alt. Die sich ver\u00e4nderten Anforderungen an Mobilit\u00e4t und Wohnen, das Alter des Geb\u00e4udebestandes und der Leerstand der B\u00fcrogeb\u00e4ude erfordern Sanierungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der aktuellen Themen ist die Transformation des B\u00fcro- und Verwaltungsstandortes Neuperlach. Mit dem Wegzug von Siemens vom ehemaligen Siemensareal stehen nun gro\u00dfe Teile der 370.000 m2 B\u00fcrofl\u00e4che leer. F\u00fcr die Investoren ist der Bestand problematisch. Die Labor- und B\u00fcrogeb\u00e4ude waren funktional entworfen. Der Geb\u00e4udebestand ist technisch betrachtet komplett veraltet und entspricht in keiner Weise modernen Anforderungen an Gewerbebauten. Gleichzeitig hat M\u00fcnchen einen hohen Bedarf an Wohnraum. Und obwohl der Bestand nicht denkmalschutzw\u00fcrdig ist, ist es unsere \u00f6kologische Verantwortung, sich mit der Geb\u00e4udesubstanz zu besch\u00e4ftigen und entwerferisch zu pr\u00fcfen, wie wir Teile von ihr erhalten und gleichzeitig neue urbane Stadtraumqualit\u00e4ten schaffen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Johannes-G\u00f6deritz-Preis 2026 ist f\u00fcr uns ein willkommener Anlass, sich exemplarisch mit dem Siemens-Areal auseinanderzusetzen. Denn nur wenn wir uns mit den st\u00e4dtebaulichen Leitideen der Generation von G\u00f6deritz besch\u00e4ftigen, haben wir eine Chance, auf Grundlage des Bestandes den Stadtteil mit seiner mittlerweile gewachsenen Identit\u00e4t behutsam weiterzuentwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00f6deritz geh\u00f6rte zu den einflussreichsten Architekten und St\u00e4dtebauern des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 24. Mai 1888 in Ramsin im Landkreis Bitterfeld geboren. Bruno Taut holte Johannes G\u00f6deritz \u2013 der gerade 33 Jahre alt geworden war \u2013 im Juni 1921 nach Magdeburg. Bereits 1923, als Taut Magdeburg verlie\u00df, wurde G\u00f6deritz Magistratsbaurat, Dezernent der Hochbauverwaltung und 1927 zudem Dezernent der Stadtplanung und Stadterweiterung der Domstadt. 1933 endete G\u00f6deritz&#8216; Arbeit in Magdeburg mit der Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge sch\u00e4rfte er zunehmend sein Profil als St\u00e4dtebauwissenschaftler und Hochschullehrer. 1936 bis 1945 war G\u00f6deritz Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Akademie f\u00fcr St\u00e4dtebau-, Reichs- und Landesplanung.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1945 bis 1953 nahm er die Position des Stadtbaurats in Braunschweig ein. Weiterhin wurde er zum Honorarprofessor f\u00fcr Landesplanung, St\u00e4dtebau und Wohnungswesen an der Technischen Hochschule Braunschweig ernannt. Dort lehrte er bis zu seinem 82. Lebensjahr am Fachbereich Architektur. Johannes G\u00f6deritz war ma\u00dfgeblich an der Gr\u00fcndung des Instituts f\u00fcr St\u00e4dtebau und Wohnungswesen der Deutschen Akademie an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen beteiligt und bis 1962 dessen Direktor. Die wegweisenden Arbeiten von G\u00f6deritz, besonders auf dem Gebiet der Stadterweiterung und Stadterneuerung, liegen in zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Am bekanntesten ist fraglos das Werk \u201eDie gegliederte und aufgelockerte Stadt\u201c von 1957, das zusammen mit Hubert Hoffmann und Roland Rainer verfasst wurde. Wegen seiner gro\u00dfen Verdienste wurde Johannes G\u00f6deritz mit der Cornelius-Gurlitt-Medaille der Deutschen Akademie f\u00fcr St\u00e4dtebauund Landesplanung sowie dem Gro\u00dfen Bundesverdienstkreuz und dem Plett-Preis ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auslobende Universit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar,<br>Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur und Urbanistik,<br>Professur Entwerfen und Stadt Architektur,<br>Prof. Andreas Garkisch,<br>Belvederer Allee 5, 99435 Weimar<br>Ansprechpartner: Johann Simons<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Teilnehmende Universit\u00e4ten<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar,<br>Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur und Urbanistik,<br>Professur Entwerfen und Stadt Architektur,<br>Prof. Andreas Garkisch,<br>Belvederer Allee 5, 99435 Weimar<br>Ansprechpartner: Johann Simons<\/p>\n\n\n\n<p>Hochschule M\u00fcnchen,<br>Fakult\u00e4t 01 Architektur,<br>Prof. Johannes Kappler, Prof. Sebastian Multerer<br>Karlstra\u00dfe 6, 80333 M\u00fcnchen<\/p>\n\n\n\n<p>Leibniz Universit\u00e4t Hannover,<br>Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur und Landschaft, Institut f\u00fcr Entwerfen und St\u00e4dtebau,<br>Prof. Dipl.-Ing. Andreas Quednau, Herrenh\u00e4user<br>Stra\u00dfe 8, 30419 Hannover<br>Ansprechpartnerin: Olga Cobuscean<\/p>\n\n\n\n<p>Technische Universit\u00e4t Braunschweig,<br>Fakult\u00e4t Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften<br>Institut f\u00fcr St\u00e4dtebau und Entwurfsmethodik,<br>Prof. Uwe Brederlau,<br>Pockelsstra\u00dfe 3, 38106 Braunschweig<br>Ansprechpartner: Christopher Kuriyama<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Professur Entwerfen und Stadt (Architektur der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar) freut sich, im Namen und in Zusammenarbeit mit der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2605,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11],"tags":[],"class_list":["post-2603","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-wettbewerbe","content-wrap"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2603"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2603\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2609,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2603\/revisions\/2609"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.johannes-goederitz-stiftung.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}