Dresden Commoning

Städtebau für kollektive Stadtproduktion
Urban Design for Collective Production of Space

Direkt an der Elbe mit dem weltberühmten Canaletto-Blick erstreckt sich eine bedeutungsvolle Lücke in der Dresdener Innenstadt. Das industriell geprägte Konversationsgebiet ist nach jahrelangen Debatten um Partikularinteressen zum Kristallisationspunkt städtischer Gemeinwohlorientierung geworden. Im Rahmen des Johannes-Göderitz-Wettbewerbs sollen städtebauliche Entwürfe gezielt dieses Spannungsfeld aufgreifen und radikale Alternativen zu bestehenden Planungen für das innerstädtische Quartier entwickeln. Ziel ist es, den heutigen und zukünftigen Dresdenerinnen und Dresdener eine Vielfalt an gemeinwohlorientierten Zukunftsszenarien anzubieten. Am rechten Elbufer unterhalb der Marienbrücke bieten hierfür der Alte Leipziger Bahnhof sowie der Neustädter Hafen mit der umliegenden Leipziger Vorstadt eine aufmerksamkeits- und geschichtsgeladene Kulisse, um kollektive Formen des Wohnens, Arbeitens, Lernens und der Kultur auf Grundlage gegenwärtiger Ressourcen der Stadtproduktion vorzuschlagen. Dabei werden Antworten auf die drängenden Fragen der Stadtentwicklung gesucht: Auf welche Ressourcen und Akteure können zukünftige Quartiere am Rand der Dresdener Innenstadt aufbauen? Welche Prozesse und Orte werden für kollektive Stadtproduktion benötigt? Welche Räume können im Sinne des commoning in städtebaulichen Konfigurationen vorgeschlagen werden? Wie können möglich viele NutzerInnen von den Profiten des Stadtwachstums profitieren? Anhand von Vor-Ort-Analysen und Städtebau-Entwürfen werden Räume des commoning für das Zentrum Dresdens entwickelt. Programmatisch und städtebaulich wegweisend sollen die Entwürfe zur Debatte um städtisches Gemeinwohl beitragen und eine gemeinschaftliche Perspektive auf Stadtwachstum stärken.

 

Auslobende Universität

Technische Universität Berlin
Institut für Stadt- und Regionalplanung

Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen
Prof. Dr.-Ing. Angela Million, Dr. des. Felix Bentlin, Zuzana Tabačková

Teilnehmende Universitäten

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Entwerfen
Prof. Christa Reicher

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen
Prof. Heinz Nagler

Technische Universität Braunschweig
Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik
Prof. Uwe Brederlau

Technische Universität Dresden
Institut für Städtebau
Prof. Manuel Bäumler

Leibniz Universität Hannover
Institut für Entwerfen und Städtebau
Prof. Tim Rieniets
Prof. Andreas Quednau
Prof. Jörg Schröder

HafenCity Universität Hamburg
Architektur und Stadt / Architektur und Landschaft
Prof. Antje Stokman
Prof. Paolo Fusi
Prof. Christoph Heinemann

Jury

FachpreisrichterInnen:

Anna Bernegg   Gesellschafterin und Projektleitung bei Urban Catalyst GmbH

Prof. Uwe Brederlau   Institut für Städtebau und Entwurfsmethodik (ISE)

TU Braunschweig, Mitglied der Johannes-Göderitz-Stiftung

Prof. Irene Lohaus   Professur für Landschaftsbau, TU Dresden,

Mitglied der Johannes-Göderitz-Stiftung

Prof. Dr. Angela Million   Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen,

Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR), TU Berlin

Dagmar Pelger   Chair for Urban Design and Urbanization, TU Berlin

Prof. Jörg Schröder   Professur für Regionales Bauen und Siedlungsplanung, Leibnitz Universität Hannover, Mitglied der Johannes-Göderitz-Stiftung

Stephan Schwarz   Co-Director und Co-Founder Büro ISSS Research&Architecture

Wolfgang Wiechers   Braunschweiger Netzwerk „Gemeinsam Wohnen“, Mitglied der Johannes-Göderitz-Stiftung

SachpreisrichterInnen:

Anja Heckmann   Abteilungsleiterin Stadtplanung Innenstadt – Städtebauliche Planung und Projektentwicklung der Stadt Dresden

Prof. em. Dr. Erika Schmidt   Bürgerinitiative Wohnen am Leipziger Bahnhof

Raoul Schmidt-Lamontain   Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Stadt Dresden

 

Preisträger

1. Preis: „Common & Grow“, Katherine Eynon & Navneet Kaur & Laura Valverde Offermann (TU Berlin)

1. Preis: „Common Line“, Leonie Schulze & Laura Weber (TU Braunschweig)

1. Preis: „The Common Seven“, Janika Rausch & Serena Maddalo (TU Braunschweig)

Anerkennung: „The Common Formula“, Nina Pfeil & Pauline Timper & Paul Strobel, TU Berlin

Anerkennung: „Common Topia“, Julian Kaiser & Yiran Zhang & Christopher Heidecke, TU Berlin

Anerkennung: „Dresden Commonhood“, Ole Wenck & Hanna Strahl & Justus Gärtner, BTU Cottbus-Senftenberg

Preisgelder

Die drei ersten Preise wurden mit jeweils 1000,-€ und die drei Anerkennungen mit jeweils 600,-€ gewürdigt

Beurteilung der Preisträger (PDF)

Projektdokumentation

Die Projektdokumentation kann unter nachfolgendem Link direkt abgerufen werden:

Projektdokumentation Johannnes-Göderitz-Preis 2019

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